Heimatdichter - Gemeinde Saaleplatte

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Heimatdichter

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Otto v. d. Gönne wurde am 26. Dezember 1891 in Wormstedt geboren.

Nach erfolgreichem Besuch der damals einklassigen Schule in seinem Geburtsort, besuchte er das Lehrerseminar in Magdeburg. Seine erste Lehrerstelle versah er in Bischdorf bei Merseburg. Die zwei grauenhaften Weltkriege gingen auch an ihm nicht spurlos vorüber.

In einem amerikanischen Gefangenenlager holte er sich wahrscheinlich den Keim zu seiner langen Krankheit, so dass er seinen Dienst als Lehrer nicht mehr aufnehmen konnte.

Im Jahre 1948 kehrte er mit seiner Frau nach Wormstedt zurück.

Die Liebe zu unserem Wormstedt veranlasste ihn in mühseliger, zeitraubender jahrelanger Forschungsarbeit, die Heimatgeschichte Wormstedts zu schreiben. Gewissenhaft durchsuchte er Archive in Jena, Weimar und in der Gemeinde und schrieb alles nieder, was er an wichtigen Dingen aus Wormstedts Vergangenheit in Erfahrung bringen konnte. Welche innige Liebe Otto v. d. Gönne mit seiner Heimat verband, kündet, jede Zeile seines Heimatgedichtes.

Du mein liebes Wormstedt

Als Knabe vertrat ich die Kinderschuh
in deinen Fluren und Gassen.
Mit allem stand ich auf du und du
und musste dich doch verlassen.

Wormstedt, o Heimat,
du gabst mir höchstes Glück.
Du mein liebes Wormstedt,
zu dir kehr ich zurück;
immer, immer wieder,
zu dir kehr ich zurück.

Als Jüngling erkor ich die Liebste mir,
die herrlichste, schlankeste Maid;
die schönsten Feste verlebt ich bei dir,
die goldene Jugendzeit:

Wormstedt, o Heimat,
du gabst mir höchstes Glück.
Du mein liebes Wormstedt,
zu dir kehr ich zurück;
immer, immer wieder,
zu dir kehr ich zurück.

Als Mann dann forscht ich den Vätern nach,
uraltem Bauerngeschlecht,
das fleißig die eigene Scholle brach
nach gültigem Brauche und Recht:

Wormstedt, o Heimat,
du gabst mir höchstes Glück.
Du mein liebes Wormstedt,
zu dir kehr ich zurück;
immer, immer wieder,
zu dir kehr ich zurück.

Als Greis nun suche ich meine Ruh’
und fühle mich bei dir zu Haus.
Tragt, schließ’ ich für immer die Augen zu,
zum Friedhof still mich hinaus:

Wormstedt, o Heimat,
du gabst mir höchstes Glück.
Du mein liebes Wormstedt,
zu dir kehr ich zurück;
immer, immer wieder,
zu dir kehr ich zurück

Dieses Gedicht entstand in den Jahren seiner Krankheit, die ihn in den letzten Monaten seines Lebens an das Bett fesselte und an deren Folgen er am 23. Februar 1954 in Wormstedt verstarb.

Mit Otto v. d. Gönne verliert unsere Gemeinde einen Menschen, in dem alle wertvollen Eigenschaften in reichem Maße vereinigt waren. Ihm verdanken wir das außerordentlich aufschlussreiche und wertvolle Forschungsmaterial aus der tausendjährigen Geschichte unseres Ortes, das die Grundlagen der Broschüre bildet.

 
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