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Kranzniederlegung und Denkmaleinweihung
Wormstedter erinnerten anlässlich des Volkstrauertages an Männer aus dem Ort, die in den Weltkriegen gefallen sind

Mit einem längeren Geläut wurde gestern anlässlich des Volkstrauertages in Wormstedt der in den beiden Weltkriegen Gefallenen, aber insbesondere derer gedacht, die aus Wormstedt stammten und früh ihr Leben lassen mussten. Rund 50 Bürger hatten sich neben Ortsteilbürgermeister Konrad Kleber und Saaleplatte-Bürgermeister Jörg Hammer dazu am sanierten Ehrenmal eingefunden.

Enthüllt wurde eine Tafel, auf der sich die Namen von zehn Männern finden, die zwischen 1914 und 1918 fielen. Darunter sind Arno Rödiger und Otto Wolf. Hinter dem Namen Rödiger steht eine römische Eins. Auf Nachfrage hieß es, dass es  gar nicht so selten vorkam, dass in den Dörfern damals die gleichen Namen vielfach  auftauchten. Um die Familien unterscheiden zu können, war es üblich, diese mit Zahlen zu  versehen.

Neben den im Ersten Weltkrieg gestorbenen Soldaten wird auf der Tafel auch an 23 Männer erinnert, die im Zeitraum von 1939 bis 1940 umkamen. Während Kleber und Hammer einen Kranz niederlegten, wehten über der Veranstaltung die alte Burschenfahne von 1898 sowie die Vereinsfahne des Traditionsvereins Lindwurm. Letzterer hatte gemeinsam mit Sport- und Schützenverein sowie Wehr und Jugend bei den Pfingstfeiern dafür gesorgt, dass die Erlöse für die Sanierung des Kriegerdenkmals aufgespart werden.

Vor kurzem nun konnte dessen Sanierung vollendet werden, wobei die Firma Reibe aus Eckolstädt (Platte), Olaf Krause (Ergänzung des defekten Helms und der Nase der Kriegerplastik plus Versiegelung), Hans-Jürgen Groß sowie Harry Meißner beispielhaft zu nennen sind. Auch Rainer Eckart trug einen Teil bei (Wand verputzt, Kranz aufgearbeitet). 5600 Euro kostete alles. Als am Ende trotz  Vereinssammlung und Lottomitteln von Christine Lieberknecht noch 600 Euro fehlten, stockte die Gemeinde den Betrag auf. Die Koordinierung der Finanzen hatte übrigens Brigitte Groß übernommen. Bei Kaffee und ganz wunderbarem Kuchen ließ man den besinnlichen Nachmittag im Telemann-Foyer an der Kirche ausklingen.

In seiner kurzen Ansprache vor dem Hintergrund 75 Jahre Beginn des Zweiten und 100-jähriges Jubiläum des Beginns des Ersten Weltkrieges wies Kleber darauf hin, dass es weltweit immer wieder Menschen gibt, die Kriege anzetteln. Neid, Wut und Stolz verstellten den Blick für Kompromisse. „Wenn man nur wollte, könnten alle friedlich miteinander leben", so Kleber. Bedauerlicherweise hätten die Kriege auch viel Leid in Wormstedter Familien getragen. Das dürfe man nie vergessen.

Dirk Lorenz-Bauer

Thüringer Allgemeine vom 17. November 2014
Kranzniederlegung und Denkmaleinweihung

 
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